Der Weg zum Glück: Metta-Meditation mit Sharon Salzberg

Das Herz aller Religionen ist die Praxis von Liebe und Mitgefühl. Der Buddhismus, der manchmal auch als Wissenschaft des Geistes bezeichnet wird, lehrt seit mehr als 2500 Jahren Methoden, die dabei helfen sollen, Glück und liebevolle Zuwendung zu entwickeln. Gleichermaßen für sich selbst und alle anderen Wesen.

Die amerikanische Meditationslehrerin Sharon Salzberg hat sich auf die Methode Metta-Meditation spezialisiert. Bei der Metta-Meditation (auch bekannt als Maitri-Meditation, Bodhicitta-Meditation, Lovingkindness-Meditation, Liebende-Güte-Meditation, Liebes-Meditation, Herz-Meditation und Herzensgüte-Meditation) geht es darum, die Fähigkeit zu Zuwendung und Fürsorge weiterzuentwickeln, die in jedem Menschen von Anfang an vorhanden ist.

Es gilt, gleichermaßen Liebe und Mitgefühl für sich selbst und alle anderen Wesen zu kultivieren. In der Reihenfolge der Übung beginnt man dabei meist mit der Selbstliebe, was aber keineswegs heißt, Selbstliebe sei die wichtigste Form der Liebe.

Der Buchstabe A, den man beim Lesenlernen als den ersten Buchstaben im Alphabet kennenlernt, ist ja auch keineswegs der wichtigste Buchstabe im Alphabet. Vielmehr benötigt man viele Buchstaben um einen Satz oder gar einen Text zu schreiben. Und natürlich kann man auch mit jedem anderen Buchstaben beginnen, das Lesen zu lernen. Entscheidend ist, dass man am Ende das ganze Alphabet kennt.

Und genau so wie beim Lesen die Verbindung von allen Buchstaben das Entscheidende ist, liegt auch bei der Metta-Meditation die Betonung auf der Verbundenheit von allem Leben. Denn nur wenn alle Wesen glücklich sind und sich geliebt fühlen und auch mit der Erde gut umgegangen wird, gibt es auch für alle die Freiheit von Gefahr und Leid.

Der vietnamesische Zenmeister Thich Nhat Hanh hat für diese Verbundenheit allen Lebens den Begriff Interconnectedness geprägt. Diesen Begriff verwendet auch Sharon Salzberg. Weiterlesen

Achtsam essen, achtsam leben. Der buddhistische Weg zum gesunden Gewicht.

Verschiedene grüne Sommergemüse.

Nichts passt mehr. In den letzten drei Jahren habe ich mir eineinhalb Kleidergrößen ´drauf gefuttert. Mit zunehmenden Alter sinkt der Nahrungsbedarf. Das habe ich zwar gewusst, aber nicht beachtet.

Ich bin nun für normale Konfektion zu mollig und für Übergrößen zu schlank. Man könnte auch sagen: ich bin ein klassischer In-Between. Und bekanntlich wird gerade diese Personengruppe, zahlenmäßig die Größte unter den Käuferinnen, von der Bekleidungsindustrie stiefmütterlich behandelt. Es gibt für Frauen wie mich fast nichts anzuziehen. Zumindest nicht viel, was man mit Begriffen wie modisch, chic und elegant in Verbindung bringen könnte.

Also habe ich beschlossen, ein paar Kilo zu schrumpfen. Da ich davon ausgehe, dass Diäten langfristig nichts bringen, habe ich mir vorgenommen künftig achtsam zu essen.

Das „achtsame Essen“ habe ich vor Jahren einmal bei einem buddhistischen Meditationsseminar kennengelernt. Die Zielsetzung in diesem Seminar war, mehr Bewusstheit für den Alltag zu bekommen. Wie durch Zauberhand war ich anschließend auch ein paar Pfund leichter. Deshalb kam mir der Gedanke, dass man diese Achtsamkeitsübung auch gezielt einsetzen kann, um Gewicht zu verlieren.

Ich habe also ein bisschen herum gesucht. Bewegt von der Frage, ob ich zu dem Thema auch ein passendes Buch finde. Und ein Buch von Thich Nhat Hanh (Thay) entdeckt. Der vietnamesische Zenmeister hat zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Lilian Cheung ein dreiteiliges Achtsamkeits-Konzept zum Abnehmen entwickelt. „Achtsam essen, achtsam leben. Der buddhistische Weg zum gesunden Gewicht“. Diesen Weg gehe ich nun. Weiterlesen