Räume im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden

Der Nassauische Kunstverein Wiesbaden ist für mich immer wieder wie ein kleines Wunder. Bei jedem Besuch gibt es etwas Neues zu sehen und bestaunen. Der Verein, der 2017 seinen 170. Geburtstag feiert, ist wohl einer der quirligsten und lebendigsten Orte für Kunst in der Stadt.

In der vergangenen Woche war ich gleich zweimal dort. Am Donnerstag privat zur Eröffnung der Ausstellung H x B x T, einem Partnerprojekt der Fotografietriennale RAY 2018, und am Dienstag davor zur Preview mit dem Social Media Club Frankfurt

Denn als die Preview statt fand, war die Ausstellung noch so ein bisschen „Baustelle“ und ich wollte gerne sehen, wie die Räume am Ende aussahen.

Der erste „Raum“ des Nassauischen Kunstvereins ist der Vorgarten. Er wurde 2006 von Ella Ziegler mit weißen Rosen der Sorte Innocencia angelegt. Und zwar als Reaktion auf das vom Stadtparlament in den 1980er Jahren verhinderte Projekt Terrible Garden, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollte.
Direkt neben dem Rosengarten befindet sich der europäische Eingang zum Museum des Unterbewusstseins. Dieses Museum ist eine Fluxus-Idee des 2016 verstorbenen Künstlers Benjamin Patterson. Den unsichtbaren Raum selbst, kann jeder natürlich nur bei sich selbst betreten.
Im ersten Stock der Villa kann man eine Installation von Kathrin Sonntag bestaunen. Im Foto sieht man drei Räume. Den eigentlichen Raum,. einen fotografierten Raum, angebracht auf dem Spiegel vor diesem Raum, sowie den gegenüber liegenden Raum, den dieser Spiegel spiegelt.
Dieser Raum entstand erst auf meinem Foto. Es zeigt ein liegendes Objekt von Bianca Pedrina.
Im zweiten Stock wurden, ausgehend von einem langen Gang mehrere kleine Seitenräume unterschiedlicher Größe und Tiefe aufgebaut. Jeder dieser Seitenräume beherbergt eine Installation oder ein Bild der Künstlerin Felicity Hammond.
Ebenfalls im zweiten Stock hängen die Fotos von Julian Irlinger. Jedes einzelne Bild zeigt einen Raum oder ein räumliches Element..
Im Mini-Kino im dritten Stock, hinter der Dauerinstallation Ben´s Bar, läuft als Sonderausstellung die Video-Installation von Rahel Pötsch, „5 Eimer Weiß – 3 Eimer Orange“.
Blick in Ben´s Bar, einer Fluxus-Dauer-Installation im 3. Stock. Rechts eine Teilnehmerin des Social Media Walks #nkvwiesbadensmcffm.

Natürlich gibt´s noch viel, viel mehr zu sehen und zu entdecken. Kommt und seht selbst. Die Ausstellung H x B x T sowie die Sonderausstellung 5 Eimer Weiß – 3 Eimer Orange laufen noch bis einschließlich 8. Juli 2018.

Die Werke von Ella Ziegler und Ben Patterson sind selbstverständlich immer da.

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