Emil Nolde und die Grotesken: das erste Meetup im Museum Wiesbaden

In Wiesbaden, Weltkurstadt zur Kaiserzeit, lebt man gerne ein wenig in der Vergangenheit. Deshalb war ich ehrlich überrascht, als ich vor einigen Wochen über eine Agentur in Berlin (!), eine Einladung zu #iseenolde, dem ersten Meetup im Landesmuseum bekam.

Das Thema: „Die Grotesken“ von Emil Nolde. 20 Gemälde und rund 90 Werke auf Papier, die eine fast unbekannte Seite des Malers zeigen. Normalerweise denkt man ja bei Nolde eher an Blumen und Landschaften als an Fabelwesen.

Der Termin des Meetups lag ein wenig ungünstig am Samstag um 12 Uhr mittags, eine Zeit zu der Berufstätige normalerweise mit ihren Wochenendeinkäufen beschäftigt sind. Das Grüppchen der Blogger, Instagrammer und Twitteratis war entsprechend klein.

Doch nun genug gelästert. Hier geht´s zur fantastischen Ausstellung!

Drei Männer vor einer historischen Glaswand.
Von Links: Kurator Ulrich Luckhardt, Leiter der Internationalen Tage Ingelheim, Stefan Hirtz von der Agentur Artefakt Berlin und der Direktor des Landesmuseums, Alexander Klar.

Wir starteten bei Häppchen vom Edel-Caterer (auch das ist Wiesbaden), in entspannter Runde am großen Tisch in der Museums-Bibliothek.

Gleich fünf Personen waren für unser zehnköpfiges Meetup-Grüppchen zuständig. Der Museumsdirektor begrüßte uns. In Wiesbaden ist Alexander Klar als „Ketzer“ bekannt. Der Mann ist modern, zukunftsorientiert, hat viele gute Ideen und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Kurator Ulrich Luckhardt, Leiter der Internationalen Tage Ingelheim, führte uns durch die Ausstellung und zwei Mitarbeiter der Agentur kümmerten sich um´s Organisatorische.

Annika Haas, PR-Frau des Museums, sorgte dafür, dass wir auch über die „Grotesken“ hinaus noch etwas vom oft unterschätzten Wiesbadener Museum sahen. Besonders beeindruckt haben mich die Kabinettausstellung zum 300. Todestag der Forscherin Maria Sybilla Merian und die Pigmente in der Naturhistorischen Sammlung.

Doch warum viel schreiben? Überzeugender ist wohl das Zeigen!

Ausstellung „Die Grotesken“ von Emil Nolde

Zwei leuchtend gelbe-orange-farbene Figuren in merkwürdiger Haltung.
Seltsames Paar

 

Ein Mann zeigt eine Maske.
Maske

 

Drei alte Männer mit Grimassen
Bergriesen

 

Frau vor einer Reihe mit Bildern.
Bärbel Klein vom Blog Farbenfreundin bewundert Noldes Mini-Aquarelle.

 

Zwei Bilder mit tanzenden Figuren.
Tanzen

Naturhistorische Sammlung im Museum Wiesbaden

Eine Pyramide mit Pigmenten.
Farben der Natur

 

Ein Eisbär.
Eisbär

Kabinettausstellung Maria Sibylla Merian

Falter im Glas.
Falter

 

Raupe im Glas.
Raupe

Die Ausstellung „Die Grotesken“ entstand in enger Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung in Seebüll und ist noch bis 9. Juli 2017 zu sehen. Veranstalter sind die Internationalen Tage Ingelheim, ein „Baby“ des Pharmakonzerns Böhringer. Die Ingelheimer sind im Wiesbadener Museum Gast. Ihre eigenen Räume können zur Zeit nicht genutzt werden.

Die Kabinettausstellung „Maria Sibylla Merian“ in der Naturhistorischen Sammlung des Museums läuft ebenfalls noch bis 9. Juli 2017.

Die Dauerausstellung der Naturhistorische Sammlungen umfasst rund 5000 Tiere, Pflanzen und Fossilien. Sie ist als Brücke zwischen Kunst und Natur angelegt.

An jedem ersten Samstag im Monat ist der Besuch des Museums kostenlos. Dasselbe gilt für das Stadtmuseum im Wiesbadener Marktkeller.

Günstig gelegen, genau auf halbem Weg zwischen den beiden Museen, befindet sich der Nassauische Kunstverein. Der NKV sieht seinen Schwerpunkt in der Förderung junger, experimenteller Kunst aus dem In- und Ausland.

Noch in Planung befindet sich das Ernst-Museum, eine Bürgerstiftung für abstrakte Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Dieses Museum soll zwischen dem Landesmuseum und dem NKV entstehen.

Ein Kunst-Ausflug nach Wiesbaden lohnt sich also. Wer von Euch hätte das gedacht?

Links:

Museum Wiesbaden

Internationale Tage Ingelheim

Museum und Nolde Stiftung Seebüll

Blogeintrag zum Meetup #iseenolde von Mikel Bower

Mein Blogpost zum Meetup #200jahrestaedelmuseum

Stadtmuseum am Markt

NKV / Nassauischer Kunstverein

 

 

 

 

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