Besuch in der Oma Ibnulkatab Moschee in Wiesbaden-Biebrich

Moschee in der Abenddämmerung.
Die Oma Ibnulkatab Moschee in Wiesbaden-Biebrich bei Regen in der Abenddämmerung

Auf Einladung der Heldenhelfer Katharina Grau und Andreas Pfeifer durfte ich gestern einen Blick in die Oma Ibnulkatab Moschee in Wiesbaden-Biebrich werfen. Bei dem rund zweistündigen Besuch erfuhren wir das Wesentliche über den Islam. Weiterlesen

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Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken: Stolpersteine putzen am 9. November

5 frisch geputzte Metallsteine
Stolpersteine in der Karlstraße in Wiesbaden

Heute, am 9. November 2017, jährt sich die Reichsprogromnacht zum 79. Mal. Und überall in Europa werden an diesem schaurigen Gedenktag, auch bekannt als Reichskristallnacht, Stolpersteine geputzt.

Stolpersteine ist „ein Kunstprojekt für Europa“ von Gunter Demnig. Seit 1992 verlegen Demnig und seine Helfer Stolpersteine vor den Häusern, aus denen die Nazis Juden, Zigeuner, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer verschleppt haben.

Idealerweise sollten die Metall-Steine regelmäßig geputzt werden, damit man die eingravierten Namen und Todestage der Opfer lesen kann. Traditionell geschieht das zum oder am 9. November.

Schulklassen und Nachbarn machen sich an diesem Tag mit Eimerchen, Lappen und Metallreiniger auf den Weg, um die Steine zu putzen.

Ihr könnt noch den ganzen Tag bei der Putz-Aktion mitmachen. Schaut Euch einfach mal in Eurem Viertel um. Da liegen bestimmt auch schon Stolpersteine.

Tipps für die Reinigung findet Ihr hier. Und eine Karte der Steine dort. – Ich habe übrigens die Steine vor dem Haus gegenüber meiner Wohnung gereinigt.

Biennale des Bewegtbildes im Nassauischen Kunstverein: The Desire Called Utopia and Other Science Fictions

Leinwand im dunklen Raum mit Blick auf die erleuchtete Straße.
Pinar Yoldas (Türkei): The Kitty AI: Artificial Intelligence for Governance / Video-Installation. Im Hintergrund: die Wilhelmstraße.

Nur wenige kennen den Nassauischen Kunstverein (NKV) in Wiesbaden. In einer alten Villa an der Wilhelmstraße fristet er eine Art Schattendasein zwischen Staatstheater, Literaturhaus und dem ebenfalls oft völlig unterschätzten Museum für Natur und Kunst..

Die Wiesbadener Wilhelmstraße ist so sehr für ihre teuren Geschäfte bekannt, dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass die „Rue“ gleichzeitig die führende Kulturmeile der Stadt sein könnte. Und das ist für die Kulturbetriebe ein echtes Marketingproblem.

Tatsächlich ist der quirlige, moderne, 170 Jahre alte Nassauische Kunstverein nicht nur das Zentrum für zeitgenössische Kunst in der hessischen Landeshauptstadt. Im Moment gehört er (neben Ausstellungsorten in Frankfurt, Darmstadt und Bad Homburg) zum Parcours der B3 Biennale des bewegten Bildes, einer Veranstaltung der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Die Ausstellung The Desire Called Utopia and Other Science Fictions zeigt Arbeiten von zehn internationalen Künstlern, darunter mehrere Video-Installationen. Gleichzeit laufen im 3. Stock, hinter der Fluxus-Dauer-Installation „Bens Bar“, zwei Kurz-Filme des 30. Exground Film Festivals. (Das eigentliche Exground Film Festival findet von 17. bis 26. November in der Caligari Filmbühne, im Murnau Filmtheater und im Kulturpalast statt.)

Ich war am Freitag bei der Eröffnung von „The Desire Called Utopia and Other Science Fictions“ im Nassauischen Kunstverein und habe ein paar Schnappschüsse für Euch mitgebracht.

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Achtsamkeitstag in der Tradition des Zenmeisters Thich Nhat Hanh

Eingangstor von Außen. Eine großes dreiteiliges Tor.
Eingang zum Meditationsraum in Wiesbaden-Biebrich

Heute jährt sich der Todestag von Ayya Khema, meiner ersten buddhistischen Lehrerin, zum 20. Mal. Ayya verließ ihren Körper am 2. November 1997, zweieinhalb Jahre nachdem ich ihr das erste Mal begegnet bin.

Ihre Bücher kannte ich schon länger. „Sei Dir selbst eine Insel“  las ich bereits Anfang der 1990er. Und verstand…….nichts. Heute ist das Buch meine „Bibel“ und ich meditiere fast täglich.

Trotzdem ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis, mit einer Gruppe zu sitzen. Besonders an einem Achtsamkeitstag. So wie ihn am vergangenen Sonntag in Wiesbaden-Biebrich eine der Rhein-Main-Sanghas des vietnamesischen Zenmeisters Thich Nhat Hanh veranstaltete. Weiterlesen

Der Dalai Lama in Frankfurt: Wohlwollen, Mitgefühl und ein offenes Herz als Grundlage für eine globale Ethik

Der Dalai Lama und drei Schüler
Der Dalai Lama trifft Schüler. Foto: Philipp Trocha

Das erste Mal sah ich Tenzin Gyatso, den 14. Dalai Lama, vor 22 Jahren vor dem hessischen Landtag. Damals war Seine Heiligkeit der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt.

Ich selber hatte gerade vier Wochen vorher mein erstes buddhistisches Retreat bei der Meditationsmeisterin Ayya Khema, einer deutschen Jüdin, gemacht und war neugierig.

Obwohl ich nicht zu den Anhängern des tibetischen Buddhismus gehörte (der Buddhismus hat viele verschiedenen Strömungen), wollte ich den „Ozean der Weisheit“ gerne erleben.

Vielleicht 100 Menschen standen im Mai 1995 vor dem Wiesbadener Stadtschloss. Wer es darauf anlegte, konnte dem Gast aus Tibet sogar die Hand schütteln.

Heute ist der Dalai Lama so eine Art Popstar. Er wird von Sicherheitsleuten streng abgeschirmt und spricht bei Veranstaltungen vor tausenden von Menschen. So wie in der vergangenen Woche in der Jahrhunderthalle Frankfurt.

Seine Heiligkeit kam auf Einladung der Tibethaus Kulturstiftung, um das neue Tibethaus in Frankfurt zu segnen. Das Kulturzentrum ist im vergangenen Sommer von einer einfachen Etage im Frankfurter Stadtteil Bockenheim in eine geräumige Villa in der Nähe der Messe gezogen.

Das Tibethaus in Frankfurt ist das einzige, von seiner Heiligkeit offiziell anerkannte, tibetische Kulturzentrum in Europa. Zwei weitere offizielle Zentren gibt es in New York und Neu Delhi.

Als Bloggerin konnte ich mich nur zur ersten Veranstaltung mit dem Dalai Lama akkreditieren. – „Zukunft gemeinsam gestalten: Schülerinnen und Schüler treffen den Dalai Lama“. Den öffentliche Vortrag „Globale Ethik – gemeinsame Werte“ und einen Teil des Symposiums „Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Gemeinschaft, Globale Verantwortung“ habe ich mir dann zuhause am Rechner angeschaut. Weiterlesen

Das Tibethaus Deutschland: ein tibetisches Kulturzentrum im Westen

Ein Bild des Dalai Lama.
Seine Heiligkeit Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama. Schirmherr des Tibethauses Deutschland.

Das Tibethaus Deutschland ist umgezogen. Von einer versteckten Etage in Frankfurt-Bockenheim in eine mehrgeschossige alte Villa an die Senckenberganlage gegenüber der Messe.

Das Tibethaus in Frankfurt ist eines von zwei tibetischen Kulturzentren außerhalb Asiens, das Zweite befindet sich in New York City. In Tibet selber gibt es keine tibetischen Kulturzentren mehr. Tibet gehört heute zu China und das Zentrum der tibetischen Kultur liegt in Dharamsala (Nordindien). Dort wohnt Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama.

Am 12. September kommt seine Heiligkeit nach Frankfurt und segnet das neue Haus. Ich hatte am Freitag Gelegenheit bei einer Hausführung für den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch „mitzulaufen“ und habe ein paar Schnappschüsse vom Haus sowie drei Veranstaltungstipps zum Dalai Lama-Besuch für Euch mitgebracht.  Weiterlesen