Der Dalai Lama in Frankfurt: Wohlwollen, Mitgefühl und ein offenes Herz als Grundlage für eine globale Ethik

Der Dalai Lama und drei Schüler
Der Dalai Lama trifft Schüler. Foto: Philipp Trocha

Das erste Mal sah ich Tenzin Gyatso, den 14. Dalai Lama, vor 22 Jahren vor dem hessischen Landtag. Damals war Seine Heiligkeit der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt.

Ich selber hatte gerade vier Wochen vorher mein erstes buddhistisches Retreat bei der Meditationsmeisterin Ayya Khema, einer deutschen Jüdin, gemacht und war neugierig.

Obwohl ich nicht zu den Anhängern des tibetischen Buddhismus gehörte (der Buddhismus hat viele verschiedenen Strömungen), wollte ich den „Ozean der Weisheit“ gerne erleben.

Vielleicht 100 Menschen standen im Mai 1995 vor dem Wiesbadener Stadtschloss. Wer es darauf anlegte, konnte dem Gast aus Tibet sogar die Hand schütteln.

Heute ist der Dalai Lama so eine Art Popstar. Er wird von Sicherheitsleuten streng abgeschirmt und spricht bei Veranstaltungen vor tausenden von Menschen. So wie in der vergangenen Woche in der Jahrhunderthalle Frankfurt.

Seine Heiligkeit kam auf Einladung der Tibethaus Kulturstiftung, um das neue Tibethaus in Frankfurt zu segnen. Das Kulturzentrum ist im vergangenen Sommer von einer einfachen Etage im Frankfurter Stadtteil Bockenheim in eine geräumige Villa in der Nähe der Messe gezogen.

Das Tibethaus in Frankfurt ist das einzige, von seiner Heiligkeit offiziell anerkannte, tibetische Kulturzentrum in Europa. Zwei weitere offizielle Zentren gibt es in New York und Neu Delhi.

Als Bloggerin konnte ich mich nur zur ersten Veranstaltung mit dem Dalai Lama akkreditieren. – „Zukunft gemeinsam gestalten: Schülerinnen und Schüler treffen den Dalai Lama“. Den öffentliche Vortrag „Globale Ethik – gemeinsame Werte“ und einen Teil des Symposiums „Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Gemeinschaft, Globale Verantwortung“ habe ich mir dann zuhause am Rechner angeschaut. Weiterlesen

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Das Tibethaus Deutschland: ein tibetisches Kulturzentrum im Westen

Ein Bild des Dalai Lama.
Seine Heiligkeit Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama. Schirmherr des Tibethauses Deutschland.

Das Tibethaus Deutschland ist umgezogen. Von einer versteckten Etage in Frankfurt-Bockenheim in eine mehrgeschossige alte Villa an die Senckenberganlage gegenüber der Messe.

Das Tibethaus in Frankfurt ist eines von zwei tibetischen Kulturzentren außerhalb Asiens, das Zweite befindet sich in New York City. In Tibet selber gibt es keine tibetischen Kulturzentren mehr. Tibet gehört heute zu China und das Zentrum der tibetischen Kultur liegt in Dharamsala (Nordindien). Dort wohnt Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama.

Am 12. September kommt seine Heiligkeit nach Frankfurt und segnet das neue Haus. Ich hatte am Freitag Gelegenheit bei einer Hausführung für den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch „mitzulaufen“ und habe ein paar Schnappschüsse vom Haus sowie drei Veranstaltungstipps zum Dalai Lama-Besuch für Euch mitgebracht.  Weiterlesen

Der Weg zum Glück: Metta-Meditation mit Sharon Salzberg

Das Herz aller Religionen ist die Praxis von Liebe und Mitgefühl. Der Buddhismus, der manchmal auch als Wissenschaft des Geistes bezeichnet wird, lehrt seit mehr als 2500 Jahren Methoden, die dabei helfen sollen, Glück und liebevolle Zuwendung zu entwickeln. Gleichermaßen für sich selbst und alle anderen Wesen.

Die amerikanische Meditationslehrerin Sharon Salzberg hat sich auf die Methode Metta-Meditation spezialisiert. Bei der Metta-Meditation (auch bekannt als Maitri-Meditation, Bodhicitta-Meditation, Lovingkindness-Meditation, Liebende-Güte-Meditation, Liebes-Meditation, Herz-Meditation und Herzensgüte-Meditation) geht es darum, die Fähigkeit zu Zuwendung und Fürsorge weiterzuentwickeln, die in jedem Menschen von Anfang an vorhanden ist.

Es gilt, gleichermaßen Liebe und Mitgefühl für sich selbst und alle anderen Wesen zu kultivieren. In der Reihenfolge der Übung beginnt man dabei meist mit der Selbstliebe, was aber keineswegs heißt, Selbstliebe sei die wichtigste Form der Liebe.

Der Buchstabe A, den man beim Lesenlernen als den ersten Buchstaben im Alphabet kennenlernt, ist ja auch keineswegs der wichtigste Buchstabe im Alphabet. Vielmehr benötigt man viele Buchstaben um einen Satz oder gar einen Text zu schreiben. Und natürlich kann man auch mit jedem anderen Buchstaben beginnen, das Lesen zu lernen. Entscheidend ist, dass man am Ende das ganze Alphabet kennt.

Und genau so wie beim Lesen die Verbindung von allen Buchstaben das Entscheidende ist, liegt auch bei der Metta-Meditation die Betonung auf der Verbundenheit von allem Leben. Denn nur wenn alle Wesen glücklich sind und sich geliebt fühlen und auch mit der Erde gut umgegangen wird, gibt es auch für alle die Freiheit von Gefahr und Leid.

Der vietnamesische Zenmeister Thich Nhat Hanh hat für diese Verbundenheit allen Lebens den Begriff Interconnectedness geprägt. Diesen Begriff verwendet auch Sharon Salzberg. Weiterlesen

Emil Nolde und die Grotesken: das erste Meetup im Museum Wiesbaden

In Wiesbaden, Weltkurstadt zur Kaiserzeit, lebt man gerne ein wenig in der Vergangenheit. Deshalb war ich ehrlich überrascht, als ich vor einigen Wochen über eine Agentur in Berlin (!), eine Einladung zu #iseenolde, dem ersten Meetup im Landesmuseum bekam.

Das Thema: „Die Grotesken“ von Emil Nolde. 20 Gemälde und rund 90 Werke auf Papier, die eine fast unbekannte Seite des Malers zeigen. Normalerweise denkt man ja bei Nolde eher an Blumen und Landschaften als an Fabelwesen.

Der Termin des Meetups lag ein wenig ungünstig am Samstag um 12 Uhr mittags, eine Zeit zu der Berufstätige normalerweise mit ihren Wochenendeinkäufen beschäftigt sind. Das Grüppchen der Blogger, Instagrammer und Twitteratis war entsprechend klein.

Doch nun genug gelästert. Hier geht´s zur fantastischen Ausstellung!

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Wintersonnwende

Eine große Feuerstelle.
Winter-Sonnwend-Feuer. Foto: Clia

Heute ist der dunkelste Tag des Jahres.

Um 11.44 Uhr ist Wintersonnwende. An keinem anderen Tag in diesem Jahr steht die Sonne am Mittag so niedrig am Himmel wie heute.

Zeit für eine Pause. Auf diesem Blog und im „richtigen Leben“.

Ich wünsche Euch eine feurige Sonnwendfeier, ein friedliches Weihnachtsfest und einen fröhlichen Jahreswechsel!